Ratgeber Bindehautentzündung

Informationen für Betroffene und Angehörige

Diagnose

So verschieden die Ursachen für eine Konjunktivitis sein können, so unterschiedlich sind auch die Behandlungsformen. Diese müssen an die Ursache bzw. den Erreger angepasst werden. Bei dem Verdacht auf Bindehautentzündung sollte deshalb ein Arzt aufgesucht werden. Nach einer ausführlichen Anamnese wird der Arzt i. d. R. das Auge genauestens untersuchen. Dabei kann er das Ausmaß der Erkrankung feststellen und untersuchen, welche Regionen (u. a. Regenbogenhaut, Hornhaut, Ziliarkörper) des Auges außer der Bindehaut noch betroffen sind. Auch die Menge und die Beschaffenheit des gebildeten Sekrets werden i. d. R. zu einer Diagnosestellung herangezogen.

Liegt der Verdacht nahe, dass Viren oder Bakterien die Verursacher der Entzündung sind, so kann die Untersuchung eines Bindehautabstrichs Aufschluss über die Art der Erreger geben. Der Arzt benutzt dazu z. B. ein ösenförmiges Instrument, mit dem eine Probe der Tränenflüssigkeit abgestrichen wird. Diese wird unter einem Mikroskop z. B. auf vorhandene Bakterien oder Pilze untersucht. Eine Knotenbildung am Auge sowie eine Beteiligung der Lymphknoten deuten z. B. auf eine Virusinfektion hin.

Durch das Umklappen der Augenlider kann der Arzt eventuelle Veränderungen unter den Lidern erkennen, Fremdkörper können ggf. entfernt werden. Vorwölbungen, die von Augenärzten häufig als sog. „pflastersteinähnliche Veränderungen“ bezeichnet werden, können auf eine allergiebegleitende Konjunktivitis hindeuten. Eine Überprüfung der Tränenproduktion wird bei Verdacht auf eine trockene Bindehautentzündung durchgeführt.

Wichtig ist zudem, dass andere Krankheiten ausgeschlossen werden können. Ist die Ursache für die Beschwerden geklärt, kann die richtige Behandlung eingeleitet werden. Besteht der Verdacht auf eine allergiebegleitende Bindehauterkrankung, kann ein Allergietest (z. B. Prick-Test) durchgeführt werden.

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